Mika, der spirituelle Strassenhund aus Rumänien

October 20, 2018

 

 

 

In diesem Artikel möchte ich auf das Thema Spiritualität bei  Tieren eingehen und über ein Fallbeispiel eines Strassenhundes schreiben mit welchem ich eine Kommunikation führte. 

 

Dabei möchte ich auf folgende Frage eingehen, welche mir immer wieder gestellt wird:

 

 

Können Tiere spirituell sein?

 

Ich habe immer wieder Kunden die mich darum bitte mit ihren Hunden, welche ehemalige Strassenhunde aus dem Ausland sind, zu sprechen. Viele dieser ehemaligen Strassenhunde kommen aus Tötungsstationen oder sonstigen schlimmen Bedingungen. Also nicht unbedingt aus Umständen bei denen man Spiritualität und höheres Bewusstsein erwartet.

 

Erstaunlicherweise begegnen mir unter diesen früheren Strassenhunden jedoch von Zeit zu Zeit immer wieder Tierseelen mit hohem Bewusstsein. So auch bei Mika, einem Mischlingsrüden welcher viele Jahre in Rumänien als Strassenhund lebte.

 

Anja, seine Halterin wollte wissen ob er sich wohl fühle bei ihr und weshalb er immer so ängstlich wurde wenn sich draussen fremde «grosse» Hunde annäherten und was in seiner Vergangenheit passiert war.

 

Als ich mit Mika Kontakt aufnahm, spürte ich ein hohes Bewusstsein für ihn selbst, für die Umstände und sein Leben. Mika zeigte mir als erstes, dass alles richtig ist so wie es ist und sich seine Seele die Erfahrung als Strassenhund ausgesucht hatte (dies mag jetzt etwas komisch klingen aber es gibt immer wieder Tiere die solch ein Bewusstsein haben). Mika war glücklich über sein jetziges Zuhause und fühlte sich am richtigen Ort angekommen an. Ich spürte keine Anknüpfung an andere Tiere, Menschen oder an das Land wo er zuvor viele Jahre gelebt hatte. 

 

Als ich ihn fragte weshalb er Angst vor grossen Hunde hatte, zeigte er mir, dass Angstgefühle in seinem Körper ausgelöst wurden wenn Erinnerungen hochkamen. Erinnerungen an Kämpfe mit anderen, überlegenen Hunden und von Verletzungen die manchmal daraus resultierten. Von Kämpfen auf der Strasse bis in ein Tierheim wo er auf kleinstem Raum mit anderen Hunden eingesperrt war. 

 

Die Angstgefühle von Mika fühlten sich wie abgekoppelt von seinem Bewusstsein an und "passierten" ohne dass er dies bewusst steuern konnte. Weiter spürte ich bei Mika, dass er diesen Gefühlen keinen grossen Stellenwert gab. Es gehörte einfach zu ihm und seinem Leben. Aus seiner Sicht war dies keine grosse "Sache". Er war im Hier und Jetzt. Was hinter ihm lag, war vorbei, auch wenn es zwischendurch als Gefühle wieder "hochpoppte". 

 

Anja stellte berechtigterweise die Frage wie sie den nun mit Mika auf dem Spaziergang umgehen sollte wenn grosse Hunde im Anmarsch waren.

 

Hier möchte ich kurz auf das Thema problematisches Verhalten (Ängste, Unsicherheit und Stress) bei Hunden während dem Spaziergang eingehen, da dies ebenfalls immer wieder Fragen aufwirft. 

 

Stress während dem Spaziergang und das Ding mit der Spiegelfunktion zwischen Mensch und Tier 

 

Interessanterweise nehmen viele Hunde durchaus wahr, dass ihre Reaktionen (z.B. lautes bellen oder aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden) während einem Spaziergang Unsicherheit oder Stress bei ihren Menschen auslöst, welche sich schlussendlich wieder auf sie selbst überträgt.

 

Diese "Spiegelfunktion" wiederholt sich meist solange bis der Mensch seine eigene Unsicherheit im Umgang mit seinem Hund aufarbeitet und beginnt Gefühle von Sicherheit und Ruhe auszusenden. Dies bedingt ab und zu ein bewusstes Hinschauen der eigenen Ängsten und Unsicherheiten seitens Mensch. 

 

Natürlich kann dies nicht auf alle Fälle so übertragen werden, jedoch beginnt an diesem Punkt schon oftmals eine Veränderung im Verhalten. 

 

Aus Sicht von Mika war es jedoch kein Problem welches weitere Aufmerksamkeit erforderte. Die Ängste wurden nicht durch Anja ausgelöst sondern durch äussere Umstände, die Erinnerungen hervor holten. Waren die grossen Hunde weg, verschwanden auch die Angstgefühle.  

 

Klar kann man sich hier die Frage stellen ob Mika einen Teil der Gefühlsebene aufgrund schlechter Erfahrung abgekoppelt hat oder ob dies Teil seines Bewusstsein ist. Vielleicht ist es auch ein anderer Aspekt (dies kann ich so nicht beantworten).

 

 

Bedeutet höheres Bewusstsein immer bewussteres Handeln und Fühlen?

 

 

Meiner Erfahrung nach heisst höheres Bewusstsein nicht immer Gefühle besser im Griff zu haben oder in jeder Situation richtig zu reagieren. Gefühle können Reaktion auf etwas sein was vom Aussen kommt, etwas in uns anspricht oder Resonanz erzeugt. Gefühle sind Teil von uns und unserem Körper, sonst wären wir nicht fähig auf unsere Umwelt zu reagieren und Verbindungen einzugehen. Und als zusätzlichen Faktor kommt es darauf an welchen Stellenwert wir diesen Gefühlen geben. So wie bei Mika, welcher die Angstgefühle nicht wirklich als wichtig einordnete. Dies kann ein wichtiger Aspekt sein wenn z.B. versucht wird bei Tieren wie Mika Ängste abzubauen (z.B. therapeutisch). Die Wahrnehmung bestimmter Gefühle können aus dem Bewusstsein eines Tieres unterschiedlich sein, was somit anders oder besser angegangen werden kann. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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